Wechsel: Der Espelkamper Traditions-Fußballclub hat eine neue Spitze. Bei der Versammlung im Sportpark Mittwald gab es eine besondere Ehrung für den bisherigen Chef Oliver Vogt. Kicker möchten „die ein oder andere Liga höher spielen“

Klaus Frensing

Espelkamp. Das Feld war gut bestellt, die Atmosphäre entspannt: Einstimmig wählten die Mitglieder des FC Preußen Espelkamp während ihrer Jahreshauptversammlung Hendrik Wiegmann als Nachfolger von Oliver Vogt zum neuen Präsidenten und Mario Warkentin zum neuen Vize-Präsidenten. Schatzmeister bleibt Marlo Pfau. Das Amt des Geschäftsführers bleibt nach dem Rückzug von Beate Rahrbach weiterhin vakant.

„Einen besseren hätte er sich nicht heranziehen können“, kommentierte Wahlleiter und Ehrenratsvorsitzender Dieter Pudlat die Wahl des neuen Präsidenten Hendrik Wiegmann.

Eine Überraschung gab es bei der Wahl des Fußballobmanns. Der Posten war nach dem Abgang von Alexander Lang vakant. Hier meldete sich Jens Dawurske aus der Versammlung heraus und erklärte sich bereit, das Amt zu übernehmen. Er wurde mit großer Mehrheit gewählt. Jugendobmann bleibt Johann Warkentin, Schiedsrichterobmann Jürgen Obering. Beisitzer sind Achim Rehling und Rudi Mantler, der Maic Menz folgt. Dem Ehrenrat gehören neben dem Vorsitzenden Dieter Pudlat noch Dietmar Samel, Rudi Klosa, Rüdiger Renk, Jochen Kühl und Joachim Kopp an. Kassenprüfer sind Joachim Kopp sowie Kai Pollum für den ausscheidenden Rüdiger Renk.

Überraschung bei der Wahl des Fußballobmanns

Eine besondere Ehrung gab es für Oliver Vogt. Auf Vorschlag von Präsidium und Vorstand wurde der scheidende Vorsitzende von der Versammlung einmütig für seine langjährige und besonders verdienstvolle Tätigkeit zum Ehrenpräsidenten des FC Preußen ernannt.

Für ihre Treue zum Verein wurden Rainer Kühn und Daniel Fritz, seit 15 Jahren Mitglied im Verein, Günter Neumann, vor 30 Jahren dem FC Preußen beigetreten, sowie Axel Funk und Herbert Klingel, die seit 59 Jahren dem FC Preußen angehören, geehrt.

Zu Beginn der mit knapp 90 Mitgliedern gut besuchten Versammlung im Harting-Raum des Sportparks Mittwald hatte Oliver Vogt kurz Rückblick auf seine 14-jährige Amtszeit als Präsident gehalten. Der FC stand seinerzeit kurz vor der Insolvenz und ist heute ein gut aufgestellter Landesliga-Fußballclub mit einer vereinseigenen Sportanlage, die im Fußballkreis ihresgleichen sucht. Nach den Turbulenzen des vorigen August mit dem Abgang von Trainer, Fußballobmann und Preußen-Urgestein Alexander Lang ist der Verein in den vergangenen Wochen wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangt.

„Man sollte gehen, wenn es am schönsten“, erläuterte Vogt seinen Verzicht auf eine weitere Amtsperiode. Er habe seine Ziele sowohl im sportlichen wie im strukturellen Bereich erreicht und übergebe seinem Nachfolger ein gut bestelltes Haus. Er selbst habe viel Zeit und Herzblut in den Verein investiert. Jetzt sei es an der Zeit, eigene Ziele zu verfolgen. Oliver Vogt wird sein politisches Engagement intensivieren. Seit April dieses Jahres ist er nicht nur Rats-, sondern auch noch Kreistagsmitglied. Und im Raum steht nach wie vor eine erneute Bewerbung für das Bundestagsmandat. All dies erlaube ihm nicht mehr, die nötige Zeit für den Verein aufzubringen.

Für den Verein bedeute dies sicherlich eine gewisse Zäsur, doch gelte auch das Sprichwort „Neue Besen kehren gut“. Sein Dank galt speziell den Unternehmen Harting und Gauselmann für die großzügige Unterstützung sowie seinen jeweiligen Stellvertretern Dieter Pudlat, Eugen Fritz und Hendrik Wiegmann. Zum guten Schluss appellierte er an seinen Nachfolger, „das in mich gesetzte Vertrauen zu übertragen“. „Jeder macht die Sache anders und hat die Chance verdient, sich entfalten zu können“, hob er hervor. Der Verein sei gut aufgestellt und eine positive Weiterentwicklung sei gewiss möglich, wenn alle am gleichen Strang ziehen und das in die gleich Richtung.

Hendrik Wiegmann übernimmt nach seinen Worten eine „Super-Infrastruktur“. Er sieht als seine wichtigsten Aufgaben, das Vereinsleben und den Zusammenhalt weiter zu verbessern und die sportliche Entwicklung weiter voranzutreiben um „die ein oder andere Liga höher zu spielen“.

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Quelle: https://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/espelkamp/22288597_Hendrik-Wiegmann-neuer-Preussen-Praesident.html

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